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MAKLER IN MISSKREDIT

Wie die Schattenwelt der Makler die Gemüter erhitzt

Als Unternehmensberater habe ich unter anderem zahlreiche Kunden aus der Immobilienwirtschaft bei ihrer Arbeit begleitet, so dass ich die Kritik an diesem Branchenzweig durchaus nachvollziehen kann, sie im Ganzen aber nicht teile. Leider finde ich es bedauerlich, dass Sie sich bei Ihrer Berichterstattung ausschließlich auf die "schwarzen Schafe" beschränken und somit zu Unrecht alle Makler in Misskredit bringen. Diese Darstellung halte ich für falsch. Hätten Sie sich in Ihrem Artikel auf eine neutrale Berichtserstattung beschränkt, so wäre Ihnen sicherlich nicht entgangen, dass wir in Deutschland eine Vielzahl von Maklerunternehmen vorfinden, die sich erfolgreich im Markt behauptet haben, weil sie sich aktiv durch ihre Geschäftspraktiken vom Wildwuchs abgrenzen und unseriöse Maklerei strikt ablehnen. Diese Unternehmen haben sich über Jahre hinweg einen Ruf erarbeitet, der offensichtlich am Markt sehr geschätzt und gefragt wird. Wie sonst wäre es zu erklären, dass diese Unternehmen bereits eine generationsübergreifende Existenz nachweisen können?

Kann sich daher das Unternehmen iMakler von herkömmlichen Immobilienunternehmen abgrenzen, indem es sich selbst als Musterunternehmen preist? Es ist schon erstaunlich, dass ein Unternehmen für provisionsfreie Immobilientransaktionen wirbt, sich allerdings seine Dienstleistungen über die Hintertür durch das Synonym Bearbeitungsgebühr bezahlen lässt. Als Belohnung einer erfolglosen Vermittlung kann der Kunde durch eine weitere Bearbeitungsgebühr eine erneute Vermarktung seiner Immobilie versuchen. Diese Vorgehensweise grenzt sich in der Tat von der üblichen Maklerprovision ab. Die Maklerprovision wird nur im Erfolgsfall fällig, wobei jeder renommierte Makler zuzüglich sein vollständiges Dienstleistungsangebot von A bis Z nach bester Sorgfalt und Wahrheit anbieten wird. Wer dabei die Provision in welcher Höhe trägt kann nicht pauschalisiert werden und ist vom Einzelfall sowie dem Umfang der in Anspruch genommenen Dienstleistung abhängig. Stephan Harling

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